14 April 2016

Red Rising {Rezension}


Titel: Red Rising (Red Rising #1)
Autor: Pierce Brown
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12.99 € (Broschiert)
Seitenanzahl: 576 Seiten
Teil einer Reihe: Ja. Teil 1 von 3.
Originaltitel: Red Rising (Red Rising #1)
ISBN-13: 978-3453534414
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Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …


Darrow, der mit seinen sechzehn Jahren schon beinah alt für seine Schicht – die der Roten – ist, arbeitet als Höllentaucher in den Minen des Mars. Eine äußerst gefährliche Arbeit, bei der er jeden Tag sein Leben auf's Spiel setzt und das alles nur deshalb, weil er seinen Teil zum Terraforming beitragen möchte, sodass die Menschen auch endlich den Mars besiedeln können. 
Durch eine Reihe von Unglücken und unglücklichen Zufällen bekommt Darrow jedoch die Wahrheit vor Augen geführt. – Denn die Menschen haben den Mars bereits besiedelt. Goldene, Silberne, Bronzene und viele andere profitieren von der harten Arbeit der Roten, die ohne es selbst zu wissen versklavt wurden. Darrow kann es kaum fassen. So viele Menschen, Menschen die er liebte, mussten ihr Leben lassen, nur damit diese anderen Menschen ein komfortables Leben führen können. In ihm braut sich Hass zusammen und er möchte Rache am ganzen System üben. Da kommt es Darrow gerade recht, dass er dazu ausgewählt wurde, um zusammen mit der Rebellengruppe »Ares« dieses ihm verabscheute System zu zerstören. Aber es ist nicht einfach, eine so mächtige Übermacht zu stürzen und um dies zu erreichen, muss man auf alle Mittel der Kunst zurückgreifen. Schon bald findet sich Darrow selbst als Goldener mit einem roten Herzen zwischen lauter Goldenen im Institut, dem ersten Schritt in einer Reihe vor Aufgaben, die er auf dem Weg zu seinem Ziel meistern muss, wieder. 
Er weiß um das Ausmaß seiner Aufgabe, aber wird er sie überhaupt erfüllen können; denn an jeder Ecke lauern Gefahren und Intrigen von seinen Konkurrenten um den Platz an der Spitze seines Hauses… Aber Darrow muss es schaffen, denn sonst wird die ihm auferlegte Aufgabe und infolgedessen auch seine Rache zunichte gemacht…

Ich muss sagen, dass mich Red Rising wirklich überraschen konnte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mir das Buch so gut gefallen würde.

Der Einstig in das Buch verlief nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Irgendwie wurde ich am Anfang nicht so ganz mit Darrow warm und auch der Schreibstil des Autors war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Ich bin, da mein Métier eher Jugendbücher sind, einen nicht ganz so…sagen wir mal direkten Schreibstil gewohnt. Und das ist Brown's Schreibstil. Direkt. 
Es wird meistens nicht lange um den heißen Brei herum geredet, sondern der Autor kommt auf den Punkt und dazu wird ein oftmals eher vulgär anmaßender Ton verwendet. Das ist natürlich überhaupt nicht negativ, eher sogar im Gegenteil, denn der Schreibstil hat dem Buch viel zurückgegeben. Er trägt maßgebend dazu bei, dass Konflikte entstehen oder dass sich Spannung aufbaut. Er lässt sich auch sehr flüssig lesen, aber es war am Anfang eben etwas ungewohnt. – Versteht mich also bitte nicht falsch. 

Das Buch besteht auch über dreißig Kapiteln und vier Teilen, sodass es eine klare Struktur hat, an der man sich entlang hangeln kann. Ich persönlich bin ein Mensch, der sich denkt, dass er noch schnell das Kapitel beendet, was mit dieser Struktur eigentlich wirklich gut funktionieren sollte, nichtsdestotrotz war das aufgrund der nach gefühlt jedem Kapitel auftretenden Mini–Cliffhanger zumeist nicht möglich… ☺︎

Die Charaktere fand ich wirklich toll ausgearbeitet. Sie sind so vielschichtig und aufgrund des gesellschaftlichen Systems (oder doch wegen dem wahren Charakter der Figuren?) erfährt man ständig Neues und lernt neue Seiten von ihnen kennen. Man kann wirklich nie genau vorhersagen, ob die Person, der man dreihundert Seiten lang Vertrauen geschenkt hat, Darrow nicht doch plötzlich das metaphorische Messer in den Rücken rammt. – Und genau das fand ich super. 

Darrow mochte ich sehr gerne. Auch wenn wir zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatten, so habe ich ihn nach einiger Zeit doch in mein Herz geschlossen und habe mit ihm und seinen Machenschaften so gut es ging mitgefiebert. Was ich besonders toll an ihm fand: Man hat ihn immer wieder erkannt. Auch wenn er sich vielleicht ein– oder zweimal selbst verliert, so findet er doch immer wieder zu sich und seinen Prinzipien zurück. Das war/ ist einer der Grüne dafür, dass er mir so sympathisch wurde. 
Seine Gefühlswelt konnte ich ebenfalls gut nachvollziehen. Wie bereits erwähnt, er bleibt sich stets treu und so kann man seine inneren Zustände besser verstehen. Auch Gefühle wie innere Zerrissenheit oder Gefühle romantischer Natur kann Darrow gut an den Leser vermitteln. 
Unterstrichen wird das ganze da durch, dass das Buch aus seiner Perspektive geschrieben wurde und man so alles aus erster Hand erfährt. 
Wie auch die Wahl der Perspektive trägt der Schreibstil dazu bei, dass man sich voll und ganz auf Darrow einlassen kann. Ein wirklich toller Charakter. Ich bin schon gespannt, wie er sich in Band zwei weiterentwickeln wird. 

An der Spannung kann ich eigentlich rein gar nichts kritisieren. Von Anfang an ist die Handlung mitreißend und das steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Wie bereits erwähnt konnte ich das Buch schlecht nach einem Kapitel aus der Hand legen, weil es nach fast jedem Kapitel einen Cliffhanger gab und man so unbedingt erfahren wollte, wie es weitergeht, wer die nächste Intrige spinnt und wer als nächstes sterben muss. 

Ich danke dem Heyne Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Buchs zur Verfügung gestellt hat. 


»“Warum ist es so schrecklich?”, frage ich ihn. “Das Leben. Alles. Warum müssen sie uns zu solchen Sachen zwingen? Warum behandeln sie uns, als wären wir ihre Sklaven?” “Macht.” “Macht ist nichts Reales. Es ist nur ein Wort.” […] “Die Menschheit war schon immer versklavt, sagt man. Die Freiheit macht uns zu Sklaven der Lust und der Gier. Nimm ihnen die Freiheit weg und gibt ihnen etwas anderes. Mir gaben sie ein Leben voller Träume. Dir gaben sie ein Leben voller Opfer, Familie und Gemeinschaft. Die Weltengesellschaft ist stabil. Es gibt keine Hungersnot. Keinen Völkermord. Keine großen Kriege.”«
Seite 130


Auch wenn mir der Einstieg etwas schwer fiel…Ich muss sagen, dass mich Brown dann doch noch von sich überzeugen konnte. Nicht nur sein Schreibstil war für meine Verhältnisse außergewöhnlich, natürlich im positiven Sinne, sondern auch seine Charaktere und die generell sehr spannungs– und actiongeladene Handlung, die mich schließlich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. 
Ich bin schon sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht!
Ich vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Vögeln an den fulminanten Auftakt der Red Rising–Trilogie und hoffe, dass die nächsten Teile genauso gut werden, wie der erste. 


5 Kommentare

  1. Antworten
    1. Hey Katta,
      freut mich, dass sie dir gefallen hat :-)

      Liebe Grüße,
      Dari

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  2. Darauf freue ich mich schon, es wartet hier bereits.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hey Nicole,
      na da kannst Du dich ja auf was freuen ;-) Viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße,
      Dari

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  3. Hallöchen :)

    Klingt ja ganz nach einem Buch, das ich mal ganz dringend von seinem Dasein auf meinem SUB erlösen sollte ...

    Liebe Stöbergrüße

    Tanja
    wort-welten.blogspot.de

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